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Konferenz an der LMU München am 11.7.2024 

Die Produkthaftung für innovative Systeme, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, wirft sowohl auf allgemeiner Ebene als auch in Bezug auf spezifische Sektoren herausfordernde dogmatische und praktische Fragen auf. Die in Kooperation mit der Robotics & AI Law Society (RAILS) und dem Institut für KI-Sicherheit (DLR) veranstaltete rechtsvergleichende Konferenz widmet sich dem Thema im Kontext nationaler und europäischer Ansätze. Diskutiert werden sollen vor allem die Auswirkungen der neuen EU-Produkthaftungsrichtlinie, die kurz vor ihrer Verabschiedung steht und die bisherige Richtlinie 85/374/EWG ablösen wird. Dabei werden Stimmen aus Wissenschaft und Praxis zusammengeführt. 

Der Fokus liegt auf Beiträgen zu verschiedenen europäischen Rechtsordnungen. Es soll beleuchtet werden, wie die neue Richtlinie die Produkthaftung in den nationalen Rechtsordnungen verändern wird. Wird sie lediglich für eine Aktualisierung sorgen, mit der die Haftungsvorschriften an die neuen Technologien angepasst werden (Update), oder wird die Produkthaftung darüber hinaus durch neue Funktionalitäten aufgerüstet (Upgrade)? Für das schweizerische Recht sind insbesondere Unterschiede zu und Gemeinsamkeiten mit dem unionsrechtlichen Ansatz von Interesse. Hinzu kommen praxisrelevante Fragestellungen, die über ausgewählte Sektoren erschlossen werden. Namentlich gilt es aufzuzeigen, welche speziellen haftungsrechtlichen Figuren für spezifische Produktkategorien entwickelt wurden und wie diese an die neuen legislativen Ansätze anzupassen sind. 

Vorläufiges Programm: 

 

9.00 Uhr: Begrüßung 

Prof. Dr. Beate Gsell, Prof. Dr. Martin Ebers, Dr. Ann-Kristin Mayrhofer,
Dr. Clemens Danda 

 

9.10 Uhr: Keynote 

Prof. Dr. Martin Ebers 

 

9.30 Uhr: Die neue Produkthaftungsrichtlinie und das französische Recht: Update und Kick-Up 

Prof. Dr. Jean-Sebastien Borghetti 

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Tobias Lutzi 

 

10.15 Uhr: Von der Verschuldens- zur Gefährdungshaftung: Der Fall der Anbieter von KI-Software in Spanien 

Dr. Tomás Gabriel García-Micó 

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Lena Hornkohl 

 

11.00 Uhr: Pause 

 

11.30 Uhr: Auswirkungen der aktualisierten EU-Produkthaftungsrichtlinie auf die Produkthaftung in Deutschland 

Prof. Dr. Andreas Spickhoff 

Diskussionsleitung: Dr. Ann-Kristin Mayrhofer 

 

12.15 Uhr: Extrawurst Schweiz – auch im Produkthaftungsrecht? 

Prof. Dr. Melinda Lohmann & Prof. Dr. Isabelle Wildhaber 

Diskussionsleitung: Dr. Clemens Danda 

 

13.00 Uhr: Pause 

 

14.00 Uhr: Update, upgrade oder doch the Austrian Way? 

Prof. Dr. Susanne Augenhofer 

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Herbert Zech 

 

14.45 Uhr: Produkthaftpflichtversicherung – neue Wege nach der neuen PH-Richtlinie 

Prof. Dr. Helmut Heiss 

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Ina Ebert 

 

15.30 Uhr: Medizinprodukte  

Prof. Dr. Oliver Brand 

Diskussionsleitung: Dr. Boris Handorn 

 

16.15 Uhr: Pause  

 

16.45 Uhr: Auswirkungen der Produkthaftungsnovelle auf das Haftungsgefüge in der Automobilindustrie 

Dr. Lennart Lutz 

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Thomas Riehm 

 

17.30 Uhr: Entwicklung von Luftfahrtprodukten – rechtliche Vorgaben, technische Umsetzung und Anwendung auf KI-Systeme 

Dr. Thomas Krüger 

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Thomas Klindt 

 

18.15 Uhr: Rückblick und Ausblick – Update oder Upgrade? 

Prof. Dr. Beate Gsell 

 

18.30 Uhr: Ende der Veranstaltung